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Ausstellung: Fleeting Glance
Solo Ausstellung von stART.up-Alumnus Maik Gräf.
Queere Geschichten finden sich selten in offiziellen Archiven. Sie tragen sich in Erzählungen, Gesten und flüchtigen Begegnungen weiter – es sind Risse und Brüche im Normativen. Als ephemere Spuren bewahren sie Erinnerung und Wissen innerhalb einer Kultur, die queere Leben oft unsichtbar macht.
„Fleeting Glance“ widmet sich flüchtigen Blicken und ungeschriebenen Geschichten queerer Körper im öffentlichen Raum. Bahnhöfe waren Orte queeren Begehrens: Sie boten Anonymität und Schutz und blieben für eine heteronormative Gesellschaft durch subtile Codes weitgehend unlesbar. In diesem Spannungsfeld entfaltet sich Maik Gräfs künstlerische Praxis als experimentelle fotografische und räumliche Untersuchung. Cyanotypien auf Stoff bilden die materielle Grundlage. Textiles Gewebe wird zum Träger vielschichtiger Bildwelten, in denen Körper überlagert, fragmentiert und verzerrt werden. Es entsteht ein temporärer Raum, in dem queere Körperlichkeit, Begehren und Erinnerung sichtbar werden – und zugleich fragil bleiben: Dort, wo sich Öffentliches und Privates verschränken und Warten und Schauen neue Bedeutungen annehmen.
Ausstellungsprogramm:
5.6.18:00 Uhr Eröffnung
5.6.21:00 Uhr Performance von Dagmar Bardeaux
27.6.14:00 Uhr Blue Prints: Cyanotypie – Workshop für Kinder & Jugendliche
28.6.14:00 Uhr Doppelführung – Sammlung Falckenberg & KVHBF
Die Ausstellung ist Teil der Triennale Expanded im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026.