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Ein verwischtes Foto von Tänzern. Darüber ein gelbes Overlay mit dem Text: ProduktionsstART

Von 2022 bis 2026 haben wir herausragende stART.up-Alumni:ae unterstützt bei der Realisierung eines (ersten) großen künstlerischen Vorhabens, das Strahlkraft und gesellschaftliche Relevanz entfalten kann.

Porträt von Dr. Jenny Svensson

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Dr. Jenny Svensson
Bereichsleitung Kunst & Kultur
040-380 37 15 26
svensson@claussen-simon-stiftung.de

Projektstipendien für exzellente Kunstschaffende bei stART.up

Mit ProduktionsstART haben wir herausragende stART.up-Alumni:ae in der Realisierung eines großen künstlerischen Vorhabens gefördert. Aufbauend auf dem regulären ersten stART.up-Stipendienjahr und der sich – möglicherweise – daran anschließenden Projektförderung in einem zweiten Förderjahr wurden mit ProduktionsstART exzellente stART.up-Alumni:ae, die für die Kulturlandschaft in Hamburg und darüber hinaus eine herausragende Rolle spielen können, in ihrer professionellen Weiterentwicklung im Rahmen eines großen Projektvorhabens sowohl finanziell unterstützt als auch ideell begleitet. Mit ProduktionsstART konnten wir sechs Vorhaben mit jeweils 25.000 Euro fördern. Darüber hinaus erhielten die projektverantwortlichen stART.up-Alumni:ae die Möglichkeit, Coachings und Beratungen im Zusammenhang mit dem geförderten Projekt in Anspruch zu nehmen.

Geförderte Projekte, die 2026 umgesetzt werden bzw. zur Aufführung kommen:

 

"Slow Mo" Theaterstück von Anja Kerschkewicz

Ein Theaterstück von Frauen und Fiktion in Regie von Anja Kerschkewicz, stART.up-Alumna des Jahrgangs 2017/2018, im Theater Thikwa in Berlin.

“Ich habe keine Zeit!” Was verbirgt sich hinter diesem Satz? Wieso leben so viele Menschen mit dem Gefühl, nicht frei über ihre Zeit verfügen zu können? Und wie sähe unsere Welt aus, wenn wir Zeit für das wirklich Wichtige hätten? Wenn Zeit gerecht verteilt wäre? Die Gegenwart hatten wir uns utopischer vorgestellt. Nun wollen wir herausfinden, wie wir unsere Lebenszeit zurückerobern können. Dafür haben wir Menschen zwischen 3 und 93 Jahren gefragt, wie sie ihren Alltag und ihre Zeit erleben. Ob im Altenheim, in der Pflege oder im Schichtdienst, ob als Eltern, Erkrankte oder Kinder, ob mit oder ohne Behinderung – im Leben unserer Gesprächspartner*innen verläuft die Zeit oft nicht so, wie sie es sich wünschen.
Mit unserer Performance geben wir ihnen eine Stimme: Auf der Bühne entsteht ein Kaleidoskop der Zeitwahrnehmungen, das uns tiefer in die Logik des Zeitmangels blicken lässt. Choreografierte Erschöpfungsmomente treffen auf Oasen der Fürsorge. Zeitfresser werden klein gesungen. Momente für die Ewigkeit werden bis zur Atemlosigkeit heraufbeschworen. Die Uhren ticken mal laut, mal leise, gehen manchmal schneller und dann wieder langsamer.
Wir schalten unsere Handys aus und halten inne. Nur einen Moment. Für die Zeit. Und für die Gerechtigkeit. Am Ende bleibt die Frage: Wie wollen wir in Zukunft mit Zeit umgehen?

Vom 23. April bis 29. April 2026 finden Aufführungen statt. Alle Infos auf der Website.

 

"In Between, A Place" von Faezeh Nikoozad

Ein Dokumentarfilm von Faezeh Nikoozad, Filmemacherin und Videokünstlerin, stART.up-Alumna des Jahrgangs 2020/2021

"In Between, a Place" ist der zweite abendfüllende Dokumentarfilm der freiberuflichen iranischen Filmemacherin und Videokünstlerin Faezeh Nikoozad, die seit 2009 in Deutschland lebt. Der Film erzählt die Geschichte von Faezeh und ihren beiden iranischen Freundinnen, den Filmemacherinnen Narges und Hamideh. Während Hamideh den Iran nicht verlassen kann, floh Narges aus politischen Gründen nach Deutschland und kann nicht mehr zurück. Faezeh verließ den Iran, um in Deutschland zu studieren, und ist die Einzige der drei, die sich in beiden Ländern aufhalten und beide Freundinnen sehen kann. Doch mittlerweile überkommt sie an beiden Orten das Gefühl der Fremde. Seit im Herbst 2022 politische Unruhen den Iran so stark wie nie zuvor erschüttern, verstärkte sich dieses Gefühl der inneren Ortlosigkeit abermals. Der Film begibt sich auf eine Reise zwischen den Welten. Beleuchtet werden drei Freundinnen, drei Entscheidungen und drei Perspektiven auf das, was Heimat, Migration und Exil bedeuten. Die Produktionsfirma Fünferfilm produziert "In Between, A Place". Der Film wird am 22. April 2026 im Festivalprogramm des Vision du Réel in Nyon (CH) Premiere haben.

Porträt der Regisseurin Anja Kerschkewicz, an einer Wand lehnend
Anja Kerschkewicz (c) Heike Steinweg
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Faezeh Nikoozad
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Still aus "In Between, A Place" (2026) von Faezeh Nikoozad